Montag, 21. Juli 2008

Am Ende nur noch Grubenschnitzel


Wie gewöhnlich bei derartigen Unglücksfällen, so ist die Ursache der Pulverentzündung auch hier nicht zu ermitteln. Zwar wollte man wissen, dass der Steiger H a m m e r mit brennender Tabackspfeife das Zechenhaus verlassen habe und nach dem Pulverhause gegangen sei. Allein eine solche annahme ist einesteils nicht erwiesen, andernteils ist sie zu widersinnig, als dass irgend welches Gewicht darauf zu legen sein möchte. Mehr noch möchte man glauben können, dass die Entzündung des Pulvers durch die schweren mit Nägeln versehenen Grubenschuhe der Bergleute veranlasst sei. Denn auf dem Fussboden des Pulverhauses lag feiner Pulverstaub umher, welcher durch erhebliche Reibung allenfalls auch in Brand kommen konnte.
Die Akten ergeben, dass die Quantität das im Rosenhöfer Pulverhause zur Zeit der Explosion aufbewahrten Pulvers 8 Centner 89 Pfund 21 Lot betrug. Übrig blieben nur übel zugerichtete Grubenschnitzel.
Viele Jahre sind über dieses Ereigniss dahin gegangen. Die Verunglückten sind längst in Staub gesunken; nur einzelne Grabsteine auf dem kirchhofe zu Clausthal tragen neben dem Namen des Dahingeschiedenen noch die Bezeichnung: Verunglückt bei der Explosion des Pulverhauses auf dem Rosenhöfer Zuge."

Fahrt glücklich und seit immer vorsichtig!
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